Lübeck - Königin der Hanse

Lübeck Holstentor - Ziel aller Fotografen im Urlaub
Foto: © Ruth Rudolph / PIXELIO

Völlig zu Recht besitzt Lübeck heute (ca 210.000 Einwohner) in großen Teilen des Rang eines Unesco-Weltkulturerbes. Als eine der größten deutschen Städte im Mittelalter ist noch heute in der Altstadt fast an jeder Ecke die ehrwürdige Geschichte der alten Hansestadt zu spüren. Trotzdem zeigt sich die Stadt kein bisschen museal, sondern ist eine moderne Stadt mit quirligem Leben.

In den Seitenstraßen und Innenhöfen Lübecks laden eine Reihe chicker Restaurants und Cafés ein, im Sommer sitzen vielerorts die Urlauber draußen und genießen ihren Kaffee oder ein gutes Essen. Touristen aus aller Herren Länder genießen Lübeck und bummeln auch durch Seitengassen mit den kleinen, persönlichen Läden, zum Beispiel in der Hüxstraße.

Für Lübeck, die Stadt der sieben Türme, sollten Sie sich mindestens einen Urlaubstag Zeit nehmen. Aber auch eine mehrtägige Städtereise bietet immer wieder Neues. Es lohnt sich schon, nur durch die alten Gassen zu bummeln, den Blick auf die Häuserfassaden und die stolzen Giebel gerichtet. Schauen Sie auch gern mal in die alten Gänge. Im Mittelalter wurden mit zunehmender Bevölkerungsdichte die Hinterhöfe Lübecks mit kleinen Häuschen bebaut. So entstanden ganze Gängeviertel, zum größten Teil liebevoll restauriert und gepflegt.

Gänge in Lübeck
Foto: © Hans-Peter Reichart / PIXELIO

Und immer wieder bekannte Sehenswürdigkeiten. Das Holstentor als Wahrzeichen der Stadt kennt jeder noch aus der Zeit, als es auf jedem 50,- DM Schein abgebildet war. 1464 bis 1478 als Teil der Wehranlagen Lübecks erbaut, beherbergt das Gebäude mit den zwei markanten Rundtürmen heute ein stadtgeschichtliches Museum mit der mittelalterlichen Folterkammer. Unglaublich - ein Blick von der Seite zeigt, wie schief das Holstentor inzwischen steht. Mit der Zeit gab der Untergrund immer mehr nach, das Tor neigte sich zur Seite.

Gleich neben dem Holstentor reihen sich die Alten Salzspeicher aneinander. Die im 16. bis 18. Jhdt erbauten Backsteingiebelhäuser dienten als Speicher für das "weiße Gold", das zum größten Teil aus Lüneburg nach Lübeck eingeführt wurde und zum Einsalzen von Heringen nach Skandinavien weiterverkauft wurde. Heute befindet sich in den Speichern ein Bekleidungsgeschäft, das die Architektur der alten Räume zu bewahren wusste.

Auf der anderen Seite der Trave reihen sich entlang der Obertrave einige Restaurants und Kneipen aneinander. Hier fahren auch die Schiffe für die Fahrten rund um die Stadt Lübeck und durch den Lübecker Hafen ab.

Lübecker Markt
Foto: © siepmannH / PIXELIO

Sehenswert das Rathaus mit den Arkadengängen und das daran anschließende Lange Haus. Zur Besichtigung des Lübecker Rathauses finden regelmäßig Führungen für die Urlauber statt.

1250 bis 1350 erbaut, ist die Kirche des Rates, St. Marien, eines der schönsten Zeugnisse mittelalterlicher Backsteingotik. Mit je 125 m überragen die beiden Türme alle anderen Gebäuder der Stadt. Hier hat Dietrich Buxtehude gewirkt. Um ihn zu hören, kam auch Johann Sebastian Bach einige Tage in die Stadt. Es heißt, dass er der Nachfolger Buxtehudes in Lübeck hätte werden können. Dazu hätte er allerdings dessen Tochter heiraten sollen. Bekanntermaßen wirkte Bach dann später doch in Leipzig.

Gegenüber im Haus Mengstraße 4, das einmal den Großeltern Thomas Manns gehörte, befindet sich heute das Buddenbrookhaus mit einer Ausstellung zu Leben und Werk des Nobelpreisträgers und seines Bruders Heinrich Mann. Für alle, die sich im Urlaub für Literatur interessieren, wird als zweiter Literatur-Nobelpreisträger in der Glockengießerstraße Günter Grass vorgestellt. Der Dichter und Maler zog mit 68 Jahren in die Nähe von Lübeck.

Am Koberg lohnt sich ein Besuch der Jakobikirche. Die 1335 eingeweihte fünfschiffige Kirche der Lübecker Seefahrer ist mit ornamentalen Fresken des 14. Jhdts. geschmückt.

Lange Zeit bot das 1227 von der Kaufmannschaft gegründete Heilige-Geist-Hospital Aufnahme für Arme, Kranke und Pflegebedürftige. In dem knapp 90 m langen Schlafsaal wurden Anfang des 19. Jhdts. winzige Kabäuschen mit jeweils einem Bett, einem Schränkchen und einer Waschgelegenheit aufgebaut. In der Adventszeit besuchen viele Städtereisende und Urlauber den ausgedehnten Lübecker Weihnachtsmarkt und ganz besonders den Weihnachtsbasar im Heiligen-Geist-Hospital.

Lübeck Burgtor
Foto: © Gabriele Planthaber / PIXELIO

Am Ende der großen Burgstraße trennt das Burgtor die Altstadt von der Vorstadt St. Gertrud. Unterhalb des Burgtors im Europäischen Hansemuseum und im alten Burgkloster wird die aufregende Geschichte der Hanse aufgezeigt. Auch in diesem Teil der Altstadt lohnt sich immer wieder ein Blick in die Seitengassen.

Wandern Sie am Langen Lohberg entlang und geradeaus dem Straßenverlauf folgend bis zum Lübecker Dom. Der wuchtige Backsteinbau wurde 1173 von Heinrich dem Löwen als Bischofskirche begründet. Im bis zu 20 m hohen Gewölbe des Mittelschiffes erhebt sich das 17 m aufragende, 1477 fertiggestellte spätgotische Kreuz des Lübecker Bildschnitzers und Malers Bernd Notke.

Zum Abschluss des Lübeck-Besuchs schauen Sie sich noch einmal alles von oben an, von der 50 m hohen Aussichtsplattform im Turm der St. Petri-Kirche. Ein spannender Urlaubstag geht zuende.

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